Ein Beispiel aus dem Unterricht

Eine neue Sprache zu lernen ist für jeden schwer, besonders, wenn man nicht auf eine gemeinsame Sprache zurückgreifen kann.  Lehrer im Deutschunterricht für Flüchtlinge müssen daher oft auf kreative Hilfsmittel zurückgreifen. Die Begrüßung eines neuen Schülers kann beispielsweise so ablaufen:

In der Asylheimschule:

„Guten Morgen, mein Name ist Bria. Und wie heißt du?“

(deutliches Artikulieren, begleitet von Gesten)

„Hier ist ein Stift. Ich schreibe meinen Namen an die Tafel. Und nun du!“

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         Der Deutschunterricht

Nach dieser ersten Begrüßung beginnt für uns Lehrer/innen die Aufgabe, den Leistungsstand der Flüchtlinge zu ermitteln. Am schwierigsten wird es, wenn die Schüler/innen nicht alphabetisiert sind und/ oder nur die Schriftzeichen ihrer Herkunftsländer kennen. Hier helfen uns Bilder und Wortkarten, niedrigschwelligen Zugang zur deutschen Sprache zu finden, z. B. durch Lernspiele.

Häufig kommen die Flüchtlinge mit ein klein bisschen Vorkenntnissen aus einem Zugangskurs in den Erstaufnahmelagern. Wenn wir Glück haben, können sie sogar Englisch und über diese „Brücke“ fällt es leichter mit Hilfe eines Lehrwerkes für Deutsch als Fremdsprache den Unterricht zu beginnen. Wir ergänzen die Lehrbucharbeit mit selbst erstellten bzw. gesammelten Materialien in Form von kleinen Gegenständen, Kärtchen, Arbeitsblättern, Spielen usw.

Alles in allem haben wir viel Spaß miteinander und lachen viel. Lust mitzumachen?

Wir können Ihnen noch viel mehr erzählen!