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Schwierigkeiten bei der Wohnungssuche

In der Mitgliederversammlung der Flüchtlingshilfe am 4. Oktober diskutierten die Anwesenden über die Schwierigkeiten, die Geflüchtete haben eine Wohnung in Wolfsburg zu finden.

Sie müssen die Einrichtungen für Geflüchtete verlassen, wenn ihr Asylverfahren abgeschlossen ist. Darauf wurde aber in der letzten Zeit von Seiten der Stadt nicht so stark gedrängt, da bekannt ist, dass der Wohnungsmarkt leergefegt ist. Weil in den letzten Monaten die Zahl der Geflüchteten gesunken war, konnte auch die Belegung in den Einrichtungen etwas großzügiger gehandhabt werden, so dass zum Beispiel Personen, die einen Sprachkurs besuchen und Ruhe zum Lernen brauchen, räumlich weniger bedrängt sind. Die Stadt Wolfsburg hatte inzwischen auch Einrichtungen geschlossen.

Seit August werden Wolfsburg aber nun erneut Geflüchtete zugewiesen, sodass der Wohnraum sehr knapp geworden ist. Im September mussten deshalb 21 ehemalige Asylbewerber , die keine Wohnung gefunden hatten, in die Borsigstrasse umziehen, was von Unterstützern mit großem Missfallen und Unverständnis gesehen wird, da die Borsigstrasse bei der Wohnungssuche keine gute Adresse ist .

Mitglieder der Flüchtlingshilfe hatten im September ein Gespräch mit der Sozialdezernentin Frau Müller, in dem es um die neuen Zuweisungen von Geflüchteten nach Wolfsburg und die Frage ihrer Unterbringung ging. Das Problem der ehemaligen Asylbewerber, die zum Teil jetzt sehr anspruchsvolle Fortbildungen machen und Wohnungen suchen, blieb ungelöst.

In einer Kenntnisgabe der Verwaltung an den Sozial –und Gesundheitsausschuss vom 10.5.2017 heißt es „Die Fertigstellung der Unterkünfte Am Drömlingstadion und Hageberg, die als Wohnungsunterbringung einfachen Standards ausgestattet sind, wird zu einer weiteren Entlastung der Gemeinschaftsunterkünfte führen und die Situation etwas entspannen.“

Nachdem das Haus ‚Am Drömlingstadion‘ bezogen worden ist, sollte nun auch das Haus am Hageberg für ehemalige Asylbewerber, die die Flüchtlingsunterkünfte verlassen müssen, zur Verfügung gestellt werden. Das ist eine Forderung der Flüchtlingshilfe. Dieses Vorgehen würde den Wohnungsmarkt auch allgemein entlasten.

Die Mitglieder der Flüchtlingshilfe kritisieren, dass der Hageberg ein Jahr nach der Kenntnisgabe nun nicht seiner eigentlichen Bestimmung zugeführt wird, obwohl die Notlage es dringend verlangt.

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